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Jan 9, 2018 - Leseförderung    No Comments

Literanauten – es war schön mit euch!

„Literanauten überall“ vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. war 5 Jahre lang im Rahmen von „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ein bundesweites Projekt für Peer-to-Peer-Leseförderung – und nun ist es vorbei. „Kultur macht stark“ sei nicht der richtige Platz für das Literanauten-Projekt, so die Organisatoren. Ich verstehe das, denn Kultur macht stark will viel: große Projekte, die viele Menschen erreichen und richtig Geld verschlingen. Solche projekte sind wichtig und richtig, aber die Literanauten richteten sich eher an Leseclubs, die im Regionalen, im Kleinen ihre Wirkung entfaltet haben. Kleine charmante Projekte, in denen die Literanauten aktiv waren und sahen, was sie bewirkten. Für die Literanauten war das Projekt wichtig, genau wie für die Kinder, für die sie die Veranstaltungen rund ums Buch konzipiert und durchgeführt hatten.

Nun ist es vorbei – eigentlich. Denn wir in Dreieich haben Blut geleckt, haben Kooperationen gefunden, die wir nie vermutet hätten, haben tolle Events gehabt – wir machen weiter!
(Foto: Ausstellung der Literanautenprojekte aus der ganzen Republik: Ende Nov. 2017 trafen sich 70 Literanauten mit ihren Teamern zum Abschlusstreffen in Bad Hersfeld)

Ausleihulla auf Achse

Ab und zu pack ich mein Säcklein und ziehe in die große weite Welt. Die große weite Welt ist manchmal auch in Dreieich, dort fand das letzte AKKJ-Treffen statt. Mit Fachkolleginnen aus dem Rhein-Main/Taunus-Gebiet tauschen wir uns mehrmals jährlich aus. Aus diesen Treffen nehme ich viel mit, die Probeleser-Aktion (eigener Artikel hierzu bald) ist so entstanden. Und unsere JuLiD wird dadurch im Gebiet bekannter.

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Besuch in der Internationalen Jugendbibliothek in München

Doch auch nach Fulda und München hat es mich im Herbst gezogen. Fortbildungen und Teamertreffen von Projekten. Ich mag Fortbildungen und hasse sie doch gleichzeitig. Toll, dass ich mich dort mit Fachleuten austauschen kann. Toll, dass diese Fachleute nicht immer Bibliothekare sind. Und blöd, dass ich aus meiner lieb gewonnenen Routine gerissen werde. Mein Alltag, meine vertraute Umgebung, ja, ich bin ein Gewohnheitsmensch. Und dass diese Scheuklappen ab und zu weg müssen, weiß ich ja und darum fahr ich auch ab und zu zu solchen Veranstaltungen. Und ich bin froh, dass meine Schulleitung das auch so sieht. Schließlich kann es auch sein, dass ich für die Bücherei an solchen Tagen keine Vertretung organisiert bekomme. Doch meistens klappt das – und wenn nicht, dann wird man wenigstens mal so richtig vermisst. Oder der Kaffee der Bücherei.