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Feedback von Jugendlichen bekommen – nur wie?

Die Bibliothek will den Raum, das Medienangebot und die Veranstaltungen für Jugendliche so gestalten, dass sie diese annehmen und gut finden – leichter gesagt als getan. Dann ist es toll, wenn man eine Gruppe Jugendlicher hat, die man mal fragen kann. Naja, falls sie antworten. In die Runde gefragt, was man denn verbessern könnte oder welche Ideen und Wünsche es gibt, schaut man oft in Fragezeichen-Gesichter. Diese Spontan-Umfragen sollten also geplant sein und an die Kommunikationskanäle der Zielgruppe andocken. In meiner Jugendjury wollte ich herausfinden, was die Mitglieder gut finden, was sie gern ändern würden, wie oft sie sich treffen wollen, ob ihnen der Juryname eigentlich gefällt usw.

Ein Erfahrungsbericht:

  1. Direkt fragen beim Jurytreffen – keine Antworten, leichte Überforderung aufgrund des plötzlichen Überfalls, keine Anonymität
  2. Direkt fragen nach 2-wöchiger Vorlaufzeit – keine Antworten, niemand hatte sich Gedanken zum Thema gemacht
  3. Eine anonyme Pinnwand in der Bücherei für das Festhalten spontaner Eingebungen der Jugendlichen – wochenlang gähnende Leere (immerhin hier: Anonymität möglich)
  4. Eine Online-Umfrage, Link wurde per Mail verschickt – nichts passiert
  5. Dieselbe Online-Umfrage, Link per WhatsApp verschickt:  innerhalb der ersten 15 Minuten antwortet 1/3 der Gruppe und bearbeitet die komplette Umfrage – in der Unterrichtszeit.
    (Update: Nach 4 Stunden haben fast alle bereits teilgenommen.) – sehr zu empfehlen.

Kundenbefragung – sei tapfer, wenn du sie auswertest!

buechereibefragung0001Bereits zwei Mal haben wir Kundenbefragungen durchgeführt. Die erste nach einem Jahr laufendem Betrieb (2010), die zweite drei Jahre (2013) später. Nach diesem Turnus wäre eine weitere jetzt fällig. Nur hat so gar keiner von uns Büchereimitarbeitern Lust, wieder 900 Fragebögen auszuwerten… Obwohl eine Evaluation immer sinnvoll ist:

buechereibefragung50001Wir haben so gelernt, dass saubere Toiletten ein sehr gutes Argument für den Besuch in der Bücherei sind. Und dass unsere „Stasi-„Aufseher oft streng gucken, allen voran ich. Ok, seither werfe ich zu laute Gruppen mit einem Lächeln raus. Unsere Wände waren 2010 zu langweilig, da haben wir in den Ferien gemalert und arbeiten seit dem enger mit der Fachschaft Kunst zusammen. Die versorgen uns regelmäßig mit tollen neuen Bildern und Skulpturen für die Deko, auf Wunsch sogar mit eigener Motiv-/Farbwahl. Überrascht hat uns sowieso, dass der Raum und die Atmosphäre so wichtig sind. Sauberkeit, Pflanzen, Ordnung und Farben sind vielen aufgefallen und wurden gelobt bzw. angeregt, etwas zu verbessern. Die Bücherei als Aufenthaltsort ist insbesondere in einer großen (und lauten) Schule sehr wichtig. Read more »