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Okt 4, 2016 - Schulalltag    No Comments

Hinterlassenschaften von Kunden

Haben Sie schon mal gesehen, wie ein Kind in die Bibliothek kotzt? Ich schon. Schnittchen haltend und gerade noch kauend direkt neben dem Eingang. Dort hängt ein interessantes Simpsons-Wimmelbild muss man wissen. Der Junge isst, kotzt, isst weiter. Hallo?? Der Eingangsbereich ist auch schon einem kleinen (aber super süßen Hund) zum Opfer gefallen, naja, die Grünpflanze war wohl zu einladend. Gegen Übelkeit und dringende Bedürfnisse kann man jetzt nicht viel machen, aber es gibt durchaus Hinterlassenschaften, die nicht sein müssen.

Weniger anstößig, aber auch eklig sind Essensreste. Essen in der Bibliothek? Waaas? Ja. Auf einem Brotdosenparkplatz parken die Brotdosen, aber im hinteren Bereich mit den weichen Möbeln haben wir das Essen untersagt. Im gekennzeichneten Eingangsbereich geht dafür Essen in Ordnung, denn viele verbringen auch Freistunden bei uns und sollen beim Lernen auch mal ins Brot beißen dürfen. Das wird leider oft ausgenutzt und wir werden ausgetrickst. Ich habe aber eine Nase wie ein Spürhund und rieche ein Leberwurstbrot 1 km gegen den Wind. Auch meine Ohren entlarven jeden, der sich die Zuckerstückchen neben dem Kaffeeautomaten als Bonbons mopst. Und ich werde von raschelnden Bäckertüten aufgeschreckt und hellhörig als ginge grad ein Alarm los. Also ich pass schon auf. Aber Jugendliche sind clever. Einerseits. Beim Reinschmuggeln von Essen. Beim wieder Wegräumen ihrer ekligen buttrigen Tomatenscheiben dann leider nicht so, denn die verraten sie dann eben doch.

Ein Elftklässler hat im letzten Schuljahr bestritten, dass er gegessen habe. Der Krümelradius um ihn herum sei von jemandem anderes. Die Krümel auf dem Schoß stammten nämlich vom Tisch, den er sich extra sauber machen musste. Und die Remouladenreste am Mundwinkel? Hm…