Kooperation Schule – Stadtbibliothek: Kriterien für ein Gelingen

Für eine Fortbildung zum Thema Schul- und Stadtbüchereien in Kooperation habe ich mich mal wieder damit auseinandergesetzt, welche Vor- und Nachteile solche eine Kooperation für die Stadtbibliothek, aber auch für die Schule hat. Dabei fiel mir auf, dass wir trotz einer eher lockeren Vereinbarung doch verdammt gut miteinander arbeiten und das hat Gründe:

  • Fachkräfte einsetzen – einen Lehrer/in in die Bücherei oder eine(n) Bibliothekar/in in die Schule – das sorgt für Verständnis und Knowhow, denn Schule und Kommune – das sind zwei völlig verschiedene Lebenswelten
  • Verlässlichkeit – gemeinsames Arbeiten geht nur über Verlässlichkeit, sonst versickert die anfängliche Motivation, dazu kommt eine finanzielle Verlässlichkeit, um auch langfristig die Aktualität der Medien zu gewährleisten
  • Kommunikation – zwei Träger haben zwei verschiedene Ziele – und doch das gleiche, aber das muss kommuniziert werden
  • Personen – tja, wo Leute miteinander arbeiten, muss es funktionieren – auch zwischenmenschlich. Der Ansatz, was Bibliothek ist und will, der sollte schon übereinstimmen (Beispiel: Ja, Comics sind richtige Bücher, denn die Lust am Lesen schaffen sie und das ist prima)
  • Basics schriftlich fixieren – eine Kooperationsvereinbarung ist vor Gericht nicht allzu viel wert schätze ich mal, aber sie bringt eine Verbindlichkeit mit sich
  • Vertrauen – eine Schule stellt eine Fachkraft ein, da muss sie sie auch ihren Job machen lassen. Ich kenne Beispiele aus der Praxis, wo die Lehrkräfte trotz Fachkraft über jedes einzelne Buch abstimmen, das gekauft werden soll – Arbeitserleichterung sieht anders aus

Eine Schule mit Bibliotheksfachkraft, das ist oft noch eine Seltenheit. Eine Stadtbibliothek, die Schulen ganz selbstlos „bedient“ und deren kleine Bücherecke nicht als Konkurrenz sieht, wäre viel öfters wünschenswert. Denn wir wollen ja eigentlich alle das selbe…

Jan 9, 2018 - Leseförderung    No Comments

Literanauten – es war schön mit euch!

„Literanauten überall“ vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. war 5 Jahre lang im Rahmen von „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ein bundesweites Projekt für Peer-to-Peer-Leseförderung – und nun ist es vorbei. „Kultur macht stark“ sei nicht der richtige Platz für das Literanauten-Projekt, so die Organisatoren. Ich verstehe das, denn Kultur macht stark will viel: große Projekte, die viele Menschen erreichen und richtig Geld verschlingen. Solche projekte sind wichtig und richtig, aber die Literanauten richteten sich eher an Leseclubs, die im Regionalen, im Kleinen ihre Wirkung entfaltet haben. Kleine charmante Projekte, in denen die Literanauten aktiv waren und sahen, was sie bewirkten. Für die Literanauten war das Projekt wichtig, genau wie für die Kinder, für die sie die Veranstaltungen rund ums Buch konzipiert und durchgeführt hatten.

Nun ist es vorbei – eigentlich. Denn wir in Dreieich haben Blut geleckt, haben Kooperationen gefunden, die wir nie vermutet hätten, haben tolle Events gehabt – wir machen weiter!
(Foto: Ausstellung der Literanautenprojekte aus der ganzen Republik: Ende Nov. 2017 trafen sich 70 Literanauten mit ihren Teamern zum Abschlusstreffen in Bad Hersfeld)

Jan 6, 2018 - Schulalltag    No Comments

Ich bin jetzt eine K-N-K-B *lol*

Den Titel haben sie nicht glücklich gewählt, das gebe ich zu. Ich darf mich seit Ende November Kompetenznachweis-Kultur-Beraterin nennen. Immernoch nicht klar? Na Softskills halt. Der Nachweis ist dafür da, zu zeigen, was Jugendliche drauf haben – auch, wenn die Mathenote eine andere Sprache spricht. Denn jeder hat irgendwas, dass er/sie gut kann. Und da kommt der KNK ins Spiel.

Für die Jugendjury (JuLiD), die Literanauten und unsere Schulzeitung ist ein solches Zertifikat jetzt geplant. Nur Positives steht dann drin. Es geht darum, dass der/die Jugendliche selber sehen lernt, was er/sie so alles eigentlich leistet und gut kann. Und das ist eine ganze Menge! Für die Ausbildung zur KNKB (;-)) habe ich es an einem Pilotprojekt zusammengetragen und da kommt ganz schön was zusammen. Für mich auch besonders toll: ich lerne die Jugendlichen mal von einer anderen Seite kennen, denn in der Beobachtungsphase lernt man, genauer hinzusehen. Eine schöne Nebenwirkung auch im Privaten. Der laute Schreihals ist manchmal auch einfach nur unsicher und vertuscht das mit Blödeleien. Für mich (und hoffentlich dann bald auch die Jugendlichen) ist der KNK eine absolute Bereicherung!

(Foto: beim Workshop entstanden) Mehr zum KNK hier.

Dez 19, 2017 - Schulalltag, Skurriles    No Comments

Ach wie gut, dass niemand weiß…

Des Öfteren werden Bücher versteckt, um sie später wiederzufinden. Und manchmal ist der Fundort saukomisch. Dieses Exemplar war IM Kriminalistik-Buch drin. Insbesondere die Auswahl der Buchseite fand ich höchst unterhaltsam…

Ein Buch über Drogen fand ich letzte Woche bei Deutsch Klasse 9, erstaunlich oft landet unser „Busenbuch“ bei Religion.

Seiten:«1234567...28»