Mrz 13, 2018 - Schulalltag    No Comments

Hinaus in die Welt…

…gehen die Jugendlichen nach der Schule – und das ist auch gut so. Man, ich klinge so alt! Aber ich bin so stolz auf meine Jugendlichen, vor allem die, die jahrelang bei Projekten mitgewirkt haben und nun mit ihren eigenen Ideen durchstarten. Besonders schön ist es natürlich für mich, wenn einige in der Buchbranche aktiv werden. Aus ehemaligen JuLiD-Mitgliedern wurden nun eine junge Autorin, eine bereits jetzt ausgezeichnete Bibliothekarin und eine engagierte Verlagsfrau. Doch nicht alle Leseratten machten ihr Hobby zum Beruf. Eine bemerkenswerte Anzahl meiner Vielleserkunden geht in den biologisch-chemischen Bereich und will später mal in der Veterinärmedizin durchstarten, ist bereits in der Apotheke aktiv oder will Tatorte auf Spuren untersuchen. Chemie und lesen, offensichtlich ein gutes Paar.

Mrz 6, 2018 - Skurriles    No Comments

#bookporn

…ja, das ist mein Hashtag des Tages. Drüber gestolpert in der Mittagspause, als ich meine Begeisterung über die neue Buchlieferung bei Instagram hochgeladen hab. Denn seit etwa einem Jahr bin ich dort unterwegs. So viele Kanäle, so viel Kommunikation, wozu der ganze Mist? Naja, ich zumindest hab mir für die einzelnen Plattformen bestimmte Themen rausgepickt. Und als Bibliothekarin liebe ich #hashtags. Nichts geht über eine gute Verschlagwortung. Manche sind aber auch nur dazu da, #meinemeinungmalrichtigauszudrückenunddasganzeschwerlesbarzumachen, das ist dann irgendwie doof. Aber sonst mag ich Social Media ganz gerne. Ich habe viele neue Kontakte dadurch bekommen: ein Bibliothekar fragte z.B. vor einigen Wochen in einer Facebookgruppe über Umweltthemen nach Medien zu dieser Thematik. Und zack – Kontakt hergestellt. Es folgte ein wochenlanger reger Austausch unter Fachkollegen und man weiß dann schon mal, wie die andere Person so tickt. Demnächst treffen wir uns bei einer Veranstaltung, denn wir arbeiten sogar in der gleichen Region.

Ich rezensiere auch Amazon-Artikel unter meinem Klarnamen. Ja, das macht mich gläsern. Ja, das zeigt, wer ich bin, was ich irgendwann mal gekauft habe oder immerhin so gut kenne, dass ich dazu ne Meinung habe. Müsste ich ja auch nicht posten. Ich bin aber der Ansicht, wenn ich im Netz schon meine Meinung kund tue, dann stehe ich auch im realen Leben dazu und verschanze mich nicht hinter verschleiernden Profilen. Nicht alle meine Posts in Social Media sind für jedermann sichtbar, ergooglebar (brrr, ekliges Wort) schon gar nicht, aber bei Instagramm poste ich als Ausleihulla ganz offen. … nur einige Follower schließen von meinem Namen eher, dass ich wohl aus dem südlichen Raum stamme und die haben irgendwie nicht gecheckt, was eine Ausleihulla so ist.

Feb 27, 2018 - Leseförderung, Medien    No Comments

Wo sind die lesbischen Trolle?

Auch in der Literatur suchen Jugendliche ihre eigene Lebenswelt. Das wird derzeit bei jedem unserer Jugendjurytreffen (www.julid-online.de) deutlich. Egal, ob ein Roman in der realen Welt oder einem fantastischen Genre angesiedelt ist, die Hauptpersonen sollen bitte nicht mehr so „Mary-Sue“ sein. Homosexualität, ein nicht aalglatter Charakter oder anderes, was eben nicht Mainstream ist, werden begrüßt. Mittlerweile misst meine Jugendjury fast jedes Buch an der Charakterzeichnung und daran, ob diese in ihre eigene vielseitige Welt passt, in der es eben völlig normal ist, heute einen Freund und morgen auch mal eine Freundin zu haben. Diese Offenheit ist sehr begrüßenswert und dass die Jugendlichen diese auch in Romanen einfordern, finde ich klasse.

Ich selbst wollte als Kind einen Helden oder eine Heldin im Buch haben, die wirklich perfekt war und so, wie ich gern sein wollte. Das ist heute nicht mehr unbedingt das Kriterium für junge Leser. Und das ist gut so. Es zeugt von mehr Selbstbewusstsein einer Generation, dass jeder so, wie er ist, absolut einmalig und super ist. Natürlich kann man Vorbilder haben, um sich zu orientieren (Grüße hier an @HannesJaenicke und sein Buch „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche“), aber selber der Held im eigenen Leben sein und das ganz bewusst und vor allem selbstbewusst – das ist doch mal was!

Feb 20, 2018 - Schulalltag, Skurriles    No Comments

Da staunste Bauklötze

…Minecraft. Mehr muss man einer Jugendbibliothekarin nicht sagen, um ein etwas entnervtes „Ach das mit den Würfeln“ zu entlocken. Stimmt. Und das mit den vielen Möglichkeiten. Das mit der offenen Welt und dem Lego-Prinzip und dem Strategieprinzip, weil man nach „Rezepten“ Dinge herstellen muss und dafür „Zutaten“ braucht. Denn man will ja bauen. Oder anbauen. Oder irgendwie sein Haus verschönern. Ganz im Sims-Style, nur eben eckig. Hässlich fand ich damals das Quadratschweinchen, das ein Schüler zur Büchereinacht mitgebracht hatte – und alle anderen waren entzückt von dem „süßen Ding“. Wie bitte?

Gestern nun meine Premiere. Ich habe Minecraft gespielt. Nicht gelesen – denn das geht ja mittlerweile auch über hunderte Romane, die mir die Kids aus den Fingern/Regalen reißen. Ich habe gehämmert, gesammelt, gebaut – und es war toll 🙂 Gemeinsam mit Familienmitgliedern Voice-Chat habe ich Taktiken ausgetüftelt und nun bauen wir ein Haus nach, das uns allen vertraut ist. Einige Schreckminuten saß ich in einer tiefen Höhle fest, in die ich gefallen war beim versuch, die nächste Birke zu fällen. Aber ich wurde gerettet.

Und dann hab ich mich dabei erwischt, wie ich bei der Morgendämmerung im Spiel schnell auf einen Hügel geklettert bin, um den Quadrat-Sonnenaufgang zu bestaunen. 😀

Feb 13, 2018 - Skurriles    No Comments

Zuerst waren da die Gewürze

… dann kamen die Kassetten, dann die Briefmarken. Es hat mir schon als Kind einen seltsam anmutenden Spaß gemacht, Dinge zu ordnen und zu beschriften, damit andere schnell das Gewünschte finden. Wieso war ich eigentlich verwundert, als die Dame von der Arbeitsagentur mir damals Bibliothekarin oder Schornsteinfeger vorschlug? Beides für mich einst undenkbar – und doch war das Bibliotheks-Gen wohl immer schon da. Ich habe Sammlungen meiner Pumuckl-Zeichnungen angelegt, Ordner einsortieren und für die Schule Mitschriften nochmal sauber abzuschreiben nannte ich Hobby. Ich komme hier grad nicht gut weg, ich weiß 🙂 Das ist das schöne, wenn man aus dem Teeniealter raus ist: es ist einem halt dann egal und man genießt seine Marotten. Oder macht sie zum Beruf…

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