Sep 7, 2016 - Skurriles    No Comments

Lesen für Fortgeschrittene

Für die richtigen Kniffelfreude beim Lesen sorgte jetzt dieser Verlag. Wenn auch eher unabsichtlich… Unsere Bibliothek kauft oft Erstauflagen oder unsere Jugendjury bekommt Leseexemplare der Verlage, da kann das schon mal passieren. Kopfüberseiten können auch ein Gestaltungselement des Verlages sein, aber das vermute ich in diesem Fall eher nicht, es würde inhaltlich keinen Sinn machen und es fehlten auch 20 Seiten. Das Buch wurde vom Verlag anstandslos ersetzt, ist aber ein schönes Fundstück!

buch auf kopf2

Sep 2, 2016 - Schulalltag    No Comments

Nur mal schnell… bis gaaaanz langsam

Husch husch muss es gehen, denn die Pause ist kurz oder der Bus gleich weg. Und jaja, die Hausaufgabe war schon seit einigen Tagen auf, aber jetzt muss sie eben noch gaaanz schnell ausgedruckt werden. Drucker ist kaputt, klar. Ein Phänomen, das in Schülerhaushalten immer kurz vor Abgabeterminen auftritt. Doch leider spielt die Technik auch in der Bibliothek nicht immer mit. Genau im eiligsten Moment verabschiedet sich die Bibliothekssoftware oder fahren die Rechner nicht schnell hoch, weil ja eben nur mal schnell was ausgedruckt werden soll. Grimmig werden meine jugendlichen Kunden, wenn sie dann den nächsten Bus nehmen müssen – satte 20 Minuten später! Ist hart, ich weiß.

Interessant wird es, wenn Schüler trotz mehrmaliger Ermahnung immer noch Sch… bauen und nun doch mal rausfliegen. Dann ist plötzlich unglaublich viiiiel Zeit da. Das Zusammenräumen des Mäppchens, in dem sich bereits die Kekskrümel, Tintenklekse und mehr sammeln, dauert aber halt auch. Und ohne Augenrollen und Motzen geht es schon mal gar nicht. Doch ich bin geübt. Im Aussitzen, im Strenggucken, im Aushalten der Kommentare, die natürlich folgen – zumindest wenn besagter Kunde in einer ganzen Horde unterwegs ist. Die Blöße kann man sich ja auch nicht geben, einfach kampflos den Platz zu räumen.

 

Aug 29, 2016 - Schulalltag    No Comments

Endlich oder oh nööö? – Der erste Schultag nach den Sommerferien!

Da geht es Schülern, Lehrern und allen, die in Schulen arbeiten, glaub ich, ähnlich. Die Ferien sind zu Ende und obwohl ich selbst lange kein Schüler mehr bin, ich bin immer ein klitze klein wenig aufgeregt, wenn die Schule wieder los geht. Das hat eigentlich auch eher damit zu tun, dass ich nicht weiß, ob ich vergessen habe, irgendwas vorzubereiten – denn wenn es richtig trubelig ist, wäre das gut, wenn wichtige Listen da sind, alle möglichen Erstinformationen bereit liegen und Projekte grob vorbereitet sind.

Wehmütig möchte ich vor allem beim Weckerklingeln die Ferien ein wenig verlängern – und doch: es ist schon schön, wenn es wieder los geht. Einige(s) hat man sicher nicht vermisst, über andere(s) freut man sich nach den ruhigen Wochen doch wieder. Nur schwanke ich immer zwischen am Anfang möglichst streng meine Regeln durchsetzen, damit wird das ganze Schuljahr gleich entspannter, auch für meine Kollegen, weil gleich alles klar ist. Oder bin ich etwas nachsichtig, weil ja doch viele neue Schüler und Lehrer an der Schule sind und vieles nicht wissen können. Ich wirke dem mit kurzen Einführungen in Klasse 5 und 11 entgegen. Da erwische ich die meisten Neuen. Aber wann bittet man die Klassenlehrer und Tutoren um Terminevereinbarungen? Erster Schultag? Super stressig! Allerdings ist ab 11 Uhr (bei uns) dann kein Unterricht mehr und es wäre Zeit, mal einen Termin auszumachen. Oder lieber zweite Schulwoche? Dann stehen einige Klassenfahrten an und viele sind nicht da. Den perfekten Zeitpunkt zwischen noch nicht zu nervig früh und nicht zu spät muss noch austarriert werden…

„Ich hab nichts gemacht!“

DSC_0056Oh wie ich diesen Satz liebe. Manchmal ist ja genau das das Problem. Ja, du hast nichts gesagt, sondern klammheimlich dein zerfetztes Buch irgendwo abgelegt und dich davon gemacht. Nun sind sogar Mahngebühren aufgelaufen. Redet doch mit mir, es kann immermal was passieren. Naja, ein Buch wurde letztens komplett (!) aus seiner Buchfolie gepellt – und es fiel bei der Rückgabe nicht einmal auf!

Auch „Ich hab das doch schon zurückgegeben – nabuchkaputt letztens eben!“ ist eine prima Einleitung, die die Laune der Ausleihulla gleich ins Unermessliche hebt. Das Medium ist noch auf dem Konto verbucht, das Kind heult fast, und irgendwie wird man sich dann einig und die Kaffeekasse muss bluten… Hmpf. Gut, passiert. Nur leider taucht in 90% dieser Fälle das absolut wirklich ehrlich abgegebene Medium irgendwo im heimischen Kinderzimmer wieder auf und darum haben wir jetzt sogar 2 Nintendo DS Chips von Super Mario Kart 7, ein nagelneuer und einer, der aussieht, als habe die Katze ihren Spaß damit gehabt…

 

Aug 26, 2016 - Schulalltag    No Comments

Der Reset-Knopf: ein neues Schuljahr

Das Silvester der Lehrer und Schüler, der Neubeginn, der Reset-Knopf im Schulalltag: der Beginn des neuen Schuljahres. Lehrer nehmen sich vor, in diesem SJ endlich Ordnung in ihr Chaos zu bringen, Arbeiten endlich rechtzeitig zu schreiben und die Unterlagen diesmal alle früher beisammen zu haben, um nicht gegen Zeugnisphase wieder ins Schwitzen zu kommen. Der beste Platz im Lehrerzimmer muss ergattert werden – schließlich will man nicht das ganze Jahr neben Frau Quatsch-mir-die-Ohren-blutig oder Herrn Oberlangweilig sitzen… Da sind Lehrer nicht anders als Schüler. Und wie jeder andere auch.

Auch ich hab meinen Kram endlich mal wieder in Ordnung gebracht, sogar unliebsame Aufgaben wie mal wieder Regale feucht auswischen, Katalogfehler bereinigen oder die Festplatte in Ordnung bringen, wurden (fast alle) erledigt. Denn das ist ein großer Vorteil der Bibliotheksarbeit in einer Schule: die Sommerferien! Ich gehe ich natürlich arbeiten, aber es ist endlich mal Zeit für all die tausend Kleinigkeiten, die sonst liegen bleiben. Kunden kommen auch, aber sooo viel seltener… Zurück zum Reset-Knopf. Es scheint ein himmlischer Zustand, jetzt nochmal ganz von vorne anfangen zu können und in diesem SJ alles so zu machen, wie man eigentlich sollte: sich nicht stressen lassen und alles gelassener hinnehmen und endlich Ordnung halten.

Und dann kommt sie: die erste Konferenz! Und mit ihr die neuen Stundenpläne – und alles Positive wird sogleich gaaaanz schlimm und furchtbar stressig. In meinen Jahren in der Schule habe ich selten erlebt (aber doch, es KAM vor), dass ein Lehrer zufrieden mit seiner Stundenverteilung war. Und immer sind es „die da oben“, die Schuld haben. Über hundert Lehrer und über 1800 Schüler zu koordinieren, stelle ich mir nicht allzu leicht vor – zumal in jedem Schuljahr kurzfristige Änderungen durch Ausfall einiger Kollegen dazukommen.

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