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Wenn der Bauch ganz komisch wird…

…war es bei mir nie eine Lebensmittelvergiftung, Verliebtheit oder so was, nein, ich hatte mal wieder irgendwas Wichtiges verloren. Die zwei Hauptkandidaten: Schirme und – viiiel schlimmer – den Hausschlüssel. Gestern habe ich auf dem Heimweh ein Kind im Heulkrampf aufgegabelt, weil es was verloren hatte. Oh wie ich dieses furchtbare Gefühl nachvollziehen kann. Der Moment, in dem dir schwant: WO hab ich das verloren!?? Und ich hab so viel verloren und liegen gelassen. Den Motorradhelm des Jugendfreundes – ich konnte ihm aus dem Bus noch zuwinken, dass fuhr der Bus los. Den Schirm mit dem schönen Himmel und den Sternen drauf. Den Wohnungsschlüssel – ich glaube 3 Mal musste ich heimlich mit Mama zum Schlüsselmacher und habe den Schlüssel fortan niemals offen rumliegen lassen dürfen- sonst hätte der Vater ja gemerkt, dass es ein anderer war 😀

Darum konnte ich gestern so mitfühlen mit diesem armen Tropf. Das Handy war aus der Tasche gefallen. Ja, man kann auch sagen, dass wir an unserer Schule allen Eltern empfehlen, das Handy in der Klasse 5 und 6 nicht mit in die Schule nehmen zu lassen, aber wen interessiert denn so eine Empfehlung? Drama, Drama, Handy weg, Hausmeister angerufen, aber auch er konnte es nicht mehr finden auf dem Gelände. Doch die Panik immerhin konnte ich dem Jungen nehmen. Er fuhr dann etwas beruhigter nach Hause, damit sich keiner sorgen musste und er nicht noch später heimkam. Da er sich heute nicht mehr bei mir gemeldet hat (wie abgesprochen), gehe ich davon aus, dass das Handy in dem riesigen Rucksack irgendwo verbuddelt gewesen war, aber ich weiß es leider nicht…

Okt 24, 2017 - Uncategorized    No Comments

Ruhig bleiben – trotz Energydrinks

Eins vorweg: ich habe mich lange für die freie Handynutzung an unserer Schule stark gemacht – wenn sie mit einhergeht mit dem Lernen der kompetenten Nutzung. Ich bin für Lachen, Kreischen, Rennen usw. in den Pausen, das muss halt mal raus. Aber die eine Pause neulich hat mich einfach fertig gemacht.

Vor einigen Monaten hatte ich einen starken Migräneanfall, sodass ich einige Tage im Krankenhaus war. Die Ursache: Stress, der gerade abfiel. Mein Resultat: den Stress im Alltag kann ich nicht vermeiden, ich muss anders damit umgehen (Meditieren und Achtsamkeit und so Kram) und wenn’s schlimm ist, schreibe ich einen Blogeintrag ;-). Ich strukturiere meinen Tag jetzt etwas anders, nehme „nervige Schüler“ eher als Chance auf ein nettes Gespräch und komme eigentlich mittlerweile viel besser klar im Alltag. Doch gegen Energydrinks und Schokobrötchen hat die innere Ruhe keine Chance:

Vor einigen Tagen hatte ich mit 4 Jungs aus Klasse 6 nochmal besprechen wollen, was in der Bücherei ok ist und was nicht. Sie konnten mir einfach nicht folgen. Die Blicke streiften unruhig umher, das Handy wurde permanent gewischt, rumgekramt und so was. Ich habe versucht, dass sie sich mal eine Minute auf mich konzentrieren – es ging nicht. Und das waren keine Kinder mit irgendwelchen gesundheitlichen oder kognitiven Beeinträchtigungen. Einfach Kinder mit unfassbar viel Energie und innerer Unruhe. Keine 5 Minuten nach meiner Ansprache bettelt meine Kollegin um Hilfe mit eben diesen Jungs, weil sie einfach andere aufmischen und sich durch die Regale jagen. Einatmen, ausatmen. Lehrerin schreiben.

 

Nachtrag (3 Tage später): Die Kids haben sich ganz süß entschuldigt mit Karte und so. Sehr nett.

Okt 17, 2017 - Uncategorized    No Comments

Da abholen wo sie stehen

So lautet das Kredo, das ich gelernt habe. Hol den Kunden da ab, wo er ist. Bei Jugendlichen heißt das: Emoji-Attacke! 😀

buecherei_julid_emoji

 

PS: Bei dieser Vorgabe ist der Grad zwischen „hey cool“ und „Anbiederei“ natürlich sehr schmal. Darum verteilen wir diese Grafik auf altmodischen Postkarten mit dem aktuellen Termin des nächsten Treffens. Quasi live und in Farbe JuLiD begegnen 😉

Okt 3, 2017 - Uncategorized    No Comments

Einmal Ihre Zeit bitte

Die Nachmittage sind sehr ruhig bei uns, einige machen noch Hausaufgaben, manche lernen, andere warten auf die Mitfahrgelegenheit und lesen ein wenig. Und einige kommen alle 2 Minuten an die Theke, um irgendwas zu fragen. Dabei spielt es eigentlich auch keine Rolle, ob man wirklich helfen kann. Es geht schlicht um die Unterhaltung. Diese Kinder sind auch oft sehr lieb und nett – und unglaublich anstrengend, wenn man einfach eine E-Mail zu Ende schreiben möchte 😉

Mit Fingerspitzengefühl heißt es dann, Hilfe zur Selbsthilfe, Anregungen zur eigenen Beschäftigungen geben oder sie direkt einspannen. Denn auch Bücher folieren können Kinder sehr toll! Oder aus alten Büchern kreative Dinge basteln, das macht vielen Spaß und bringt für eigene Medientische tolle Deko. Früher war ich nur genervt, heute versuche ich, diese Kinder und ihre Kreativität manchmal einzubinden und zu nutzen. Geht freilich nicht immer.

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