Archive from März, 2018
Mrz 27, 2018 - Schulalltag    No Comments

Wie bringt man einen 15-Jährigen zum Weinen?

Kürzlich endete das Praktikum eines jungen Mannes in unserer Bücherei. Keine ausgesprochene Leseratte war er, aber sehr motiviert, hilfsbereit und fit am Computer. Seine Sache machte er hier sehr gut und konnte in viele verschiedene Bereiche reinschnuppern. Und heute nach dem Abschlussgespräch hatte ich noch eine kleine Überraschung für ihn. Als absolutem Manga-Fan wollte ich ihm zum Abschluss des Praktikums und als Dankeschön eine Freude machen – mit einer Manga-Figur. Da ich definitiv Null Ahnung habe, musste ich mich in den letzten tagen vortasten und herausfinden, welche Reihe nun seine liebste war. Naruto und Dragon Ball standen ganz weit oben auf seiner Liste. Auf der Leipiger Buchmesse war ich vom Angebot erschlagen und kaufe eine Figur, von der ich hoffte, dass sie die richtige wäre – und traf damit voll ins Schwarze. Der junge Mann war so glücklich, dass er sich die Tränen richtig verkneifen musste, er ist fast geplatzt vor Freude. Das ist doch mal ein schöner Start in die Osterferien 🙂

 

Mrz 20, 2018 - Leseförderung, Medien    No Comments

Klein, aber so vielseitig

Aus Frankfurt zur Leipziger Buchmesse fahren, warum sollte man das tun?? In meinem Fall hat das einfach damit zu tun, dass ich die Leipziger Buchmesse bereits als Kind besuchen wollte (und nicht durfte), als Studentin lieben gelernt habe und mich Frankfurt ehrlich gesagt meist überfordert. In Leipzig finde ich alles, was mein bibliophiles Herz begehrt kompakt und charmant, zudem mit vielen bunten Manga-Con-Besuchern, die einfach eine wunderbare Stimmung zusätzlich auf die Messe zaubern. Frankfurt empfinde ich als Business, Leipzig hingegen als Messe für Otto-Normallesefreund. Erfreulicherweise konnte ich in diesem Jahr endlich mal wieder hinfahren nach L.E. und habe es sooo genossen. Bin ich früher gehetzt, um ja nichts zu verpassen, kann ich mit Stolz behaupten, in diesem Jahr die mich interessierenden Titel nur fotografiert zu haben (keine Flyer, nix mitgenommen!) und ich konnte gezielt das besuchen, was für mich und meine Arbeit wirklich Sinn macht.

 

Mrz 13, 2018 - Schulalltag    No Comments

Hinaus in die Welt…

…gehen die Jugendlichen nach der Schule – und das ist auch gut so. Man, ich klinge so alt! Aber ich bin so stolz auf meine Jugendlichen, vor allem die, die jahrelang bei Projekten mitgewirkt haben und nun mit ihren eigenen Ideen durchstarten. Besonders schön ist es natürlich für mich, wenn einige in der Buchbranche aktiv werden. Aus ehemaligen JuLiD-Mitgliedern wurden nun eine junge Autorin, eine bereits jetzt ausgezeichnete Bibliothekarin und eine engagierte Verlagsfrau. Doch nicht alle Leseratten machten ihr Hobby zum Beruf. Eine bemerkenswerte Anzahl meiner Vielleserkunden geht in den biologisch-chemischen Bereich und will später mal in der Veterinärmedizin durchstarten, ist bereits in der Apotheke aktiv oder will Tatorte auf Spuren untersuchen. Chemie und lesen, offensichtlich ein gutes Paar.

Mrz 6, 2018 - Skurriles    No Comments

#bookporn

…ja, das ist mein Hashtag des Tages. Drüber gestolpert in der Mittagspause, als ich meine Begeisterung über die neue Buchlieferung bei Instagram hochgeladen hab. Denn seit etwa einem Jahr bin ich dort unterwegs. So viele Kanäle, so viel Kommunikation, wozu der ganze Mist? Naja, ich zumindest hab mir für die einzelnen Plattformen bestimmte Themen rausgepickt. Und als Bibliothekarin liebe ich #hashtags. Nichts geht über eine gute Verschlagwortung. Manche sind aber auch nur dazu da, #meinemeinungmalrichtigauszudrückenunddasganzeschwerlesbarzumachen, das ist dann irgendwie doof. Aber sonst mag ich Social Media ganz gerne. Ich habe viele neue Kontakte dadurch bekommen: ein Bibliothekar fragte z.B. vor einigen Wochen in einer Facebookgruppe über Umweltthemen nach Medien zu dieser Thematik. Und zack – Kontakt hergestellt. Es folgte ein wochenlanger reger Austausch unter Fachkollegen und man weiß dann schon mal, wie die andere Person so tickt. Demnächst treffen wir uns bei einer Veranstaltung, denn wir arbeiten sogar in der gleichen Region.

Ich rezensiere auch Amazon-Artikel unter meinem Klarnamen. Ja, das macht mich gläsern. Ja, das zeigt, wer ich bin, was ich irgendwann mal gekauft habe oder immerhin so gut kenne, dass ich dazu ne Meinung habe. Müsste ich ja auch nicht posten. Ich bin aber der Ansicht, wenn ich im Netz schon meine Meinung kund tue, dann stehe ich auch im realen Leben dazu und verschanze mich nicht hinter verschleiernden Profilen. Nicht alle meine Posts in Social Media sind für jedermann sichtbar, ergooglebar (brrr, ekliges Wort) schon gar nicht, aber bei Instagramm poste ich als Ausleihulla ganz offen. … nur einige Follower schließen von meinem Namen eher, dass ich wohl aus dem südlichen Raum stamme und die haben irgendwie nicht gecheckt, was eine Ausleihulla so ist.